Das Rebhuhn – Vogel des Jahres 2026

Rebhuhn im Portrait (Bild: Martaizé, CC BY 4.0)

 

Der NABU lässt derzeit schon den Vogel des Jahres 2027 wählen. Auf vogeldesjahres.de kann man bis zum 15.10.2026 für eine von fünf Vogelarten seine Stimme abgeben. Es ist aber auch Gelegenheit auf den Vogel des Jahres 2026 zurückzublicken: das Rebhuhn. Früher war das Rebhuhn die häufigste heimische Hühnerart und weit verbreitet. Heute dagegen ist diese bekannte Vogelart aus vielen Landesteilen völlig verschwunden. Die Wahl zum Vogel des Jahres 2026 macht deutlich, wie wichtig eine vielfältige Agrarlandschaft für den Erhalt unserer heimischen Vogelwelt ist.

 

Aussehen

Das Rebhuhn ist ein kompakt gebauter Hühnervogel mit rundlichem Körper, kurzen Flügeln und deutlich kleiner als ein Haushuhn. Es erreicht eine Körperlänge von etwa 28 bis 32 Zentimetern. Sein Gefieder ist überwiegend graubraun gefärbt und bietet somit eine gute Tarnung in der Feldflur. Gesicht und Kehle sind rostbraun bis orange gefärbt. Besonders auffällig ist der hufeisenförmige, dunkelbraune Fleck auf der Brust, der vor allem bei den Männchen deutlich ausgeprägt ist. Die Weibchen ähneln den Männchen, sind jedoch meist etwas unauffälliger gezeichnet. Rebhühner bewegen sich überwiegend am Boden und fliegen meist nur bei Gefahr mit lautem, schnellem Flügelschlag auf.

 

Ökologie

Das Rebhuhn lebt in offenen Landschaften mit abwechslungsreicher Vegetation. Es benötigt Felder, Wiesen, Brachen, Hecken und Ackerrandstreifen, die Nahrung und Schutz bieten. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen, grünen Pflanzenteilen und kleinen wirbellosen Tieren. Vor allem die Küken sind in den ersten Lebenswochen auf Insekten und andere Kleintiere angewiesen, da sie viel Eiweiß für ihr Wachstum benötigen.

Die Brutzeit beginnt im Frühjahr. Das Weibchen legt meist etwa 10 bis 20 Eier in eine gut versteckte Bodenmulde, die häufig von dichter Vegetation umgeben ist. Nach dem Schlüpfen verlassen die Küken das Nest und folgen ihren Eltern. Als Bodenbrüter ist das Rebhuhn besonders gefährdet, wenn landwirtschaftliche Arbeiten während der Brut- und Aufzuchtzeit stattfinden.

Eine der wichtigsten Ursachen für den Bestandsrückgang ist die intensive Landwirtschaft. Große, strukturarm bewirtschaftete Flächen, der Verlust von Hecken und Feldrainen sowie der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verringern das Nahrungsangebot und die Zahl geeigneter Brutplätze. Auch die Zerstörung von Nestern und der Rückgang der Insekten wirken sich negativ aus.

 

Verbreitung und Schutz

Das Rebhuhn ist ursprünglich in weiten Teilen Europas und Westasiens verbreitet – wobei es wohl erst mit dem Ackerbau nach Mittel- und Westeuropa einwanderte. In Deutschland kommt es vor allem in offenen Landschaften vor, sofern diese genügend Nahrung, Deckung und geeignete Brutplätze bieten. Durch die Veränderungen in der Landwirtschaft – insbesondere die Intensivierung des Ackerbaus – sind seine Bestände vielerorts stark geschrumpft.

Um das Rebhuhn zu schützen, müssen Lebensräume erhalten und verbessert werden: Blühflächen, mehrjährige Brachen, breite Feldraine und Hecken schaffen Nahrung und Deckung.

Früher war das Rebhuhn ein beliebtes Jagdwild. Es zählt zwar rein rechtlich immer noch zum jagdbaren Wild, allerdings in den meisten Bundesländern mit ganzjähriger Schonzeit – was einem Jagdverbot gleichkommt.

Der Name Rebhuhn erinnert zwar an "Reben", hat damit aber nichts zu tun. Viel mehr ist es ein lautmalerischer Namen der von dem typischen "Repp-Repp"-Ruf herrührt. In Bad Schönborn sind nach unserem Kenntnisstand so gut wie keine Rebhühner mehr anzutreffen.

 

Die Vorstandschaft

 

Termine

07.08.2026, 19:00 Uhr

IDEENwerkstatt

Vereinsheim, ORNIKA-Halle

25.09.2026, 19:00 Uhr

Mitgliederversammlung

Vereinsheim, ORNIKA-Halle

17.10.2026, 9:00 Uhr

Arbeitseinsatz

Treffpunkt: ORNIKA-Halle

Aktueller Vereinsflyer
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Kontakt

Verein der Vogel- u. Naturfreunde

Bad Mingolsheim e.V.

1. Vorstand Bertold Stahl

Ewald-Renz-Str. 17

76669 Bad Schönborn

 

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