Lurch des Jahres 2025: Der Moorfrosch

Moorfrösche bei der Paarung (Bild: Carsten Siegel, CC BY-SA4.0)

 

Der Moorfrosch wurde von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) zum „Lurch des Jahres“ gewählt, um auf seine bedrohten Lebensräume und die Herausforderungen für den Artenschutz aufmerksam zu machen. Besonders der Verlust von Feuchtgebieten, die Zerschneidung von Lebensräumen und die Intensivierung der Landnutzung setzen dieser Art stark zu. Mit der Auszeichnung soll das Bewusstsein für die Schutzbedürftigkeit des Moorfrosches gestärkt werden.

 

Verbreitung und Lebensraum

Der Moorfrosch (Rana arvalis) ist eine nordische und sibirische Art, die in Mitteleuropa ihre westliche Grenze erreicht. Sein Verbreitungsgebiet reicht grob von Nord- und Osteuropa bis nach Sibirien und Ostchina. In Deutschland kommt er nur vereinzelt vor.

Er besiedelt Feuchtwiesen, Flach- und Hochmoore, Altwässer, Bruchwälder und kleine Gewässer mit Wasserpflanzen – von der Ebene bis ins Gebirge. Die Kaulquappen entwickeln sich nach 12–15 Wochen, anschließend wandern die Jungfrösche in ihr Sommerquartier mit Baum- und Strauchvegetation in der Umgebung der Laichgewässer. Die Nahrung besteht aus Insekten und deren Larven, die Geschlechtsreife wird nach zwei bis drei Jahren erreicht.

 

Aussehen, Balz und Feinde

Der Moorfrosch gehört zu den Braunfröschen, ist aber durch die blaue Färbung der Männchen während der Balzzeit leicht zu erkennen. Ohne diese blaue Färbung sieht er dem nahe verwandten Grasfrosch sehr ähnlich, der in Mitteleuropa viel häufiger und weiter verbreitet ist. Der Moorfrosch wird bis 7 cm lang und etwa 40 g schwer. Rücken und Flanken sind braun mit unregelmäßigen dunklen Flecken, die Bauchseite hellgelb. Die Balzrufe klingen wie das Bellen eines kleinen Hundes.

Natürliche Feinde sind Entenvögel, Fische, Störche, Reiher, Greifvögel, Iltis und Marder, die Eier, Kaulquappen und adulte Tiere fressen.

 

Gefährdung

Hauptgefährdungen sind der Verlust von Feuchtgebieten, Fischbesatz, Umwandlung von Laichgewässern zu Teichen, Regulierung von Flüssen und Straßenbau zwischen Laich- und Sommerlebensräumen.

In Baden-Württemberg hat der Moorfrosch durch den Ausbau des Rheins zur internationalen Wasserstraße viele Laichgewässer verloren. Ursprünglich war die Art im gesamten Rheintal bis Basel verbreitet; heute existieren nur noch vereinzelte Nachweise in der nördlichen Oberrheinischen Tiefebene sowie wenige Vorkommen in Oberschwaben. Im Landkreis Karlsruhe ist der Moorfrosch als kleine Population im Weingartener Moor erhalten geblieben.

 

Die Vorstandschaft

Termine

17.10.2025, 19:00 Uhr

Herbstversammlung

Vereinsheim, ORNIKA-Halle

25.10.2025, 9:00 Uhr

Gemarkungsputzete

Treffpunkt: ORNIKA-Halle

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