(Bild: psp)

Wo Sperlingsfamilien künftig wohnen
(psp) Neue Nistkästen an der Ornikahalle ersetzen die bisherigen in der Bahnhofstraße

Es ist aus hochwertigem Naturmaterial, atmungsaktiv, langlebig und bietet drei Familien Platz – das Sperlingskolonienhaus. Zwei davon wurden gerade an der Ornika-Halle des Vereins der Vogel- und Naturfreunde Bad Mingolsheim (VuN) angebracht. Sie ersetzen die Nistkästen, die bisher am Transformatorenhäuschen in der Bahnhofstraße Sperlinge beherbergten. Mit der Erschließung des dortigen Baugebietes wird das Häuschen abgerissen. Da der Sperling aber zu den geschützten Vogelarten gehört, forderte die Naturschutzbehörde einen alternativen Standort für Nistmöglichkeiten. Schon die Anbringung der ursprünglichen Kästen vor rund 15 Jahren erfolgte in Kooperation zwischen dem Energieversorger EnBW und dem Verein VuN Bad Mingolsheim, der sich seit seiner Gründung 1964 in Sachen Vogelpflege, Arten- und Naturschutz engagiert. Deshalb lag es nahe, auch für den neuen Brutbereich auf die Expertise der Vogelkenner zu vertrauen. Und da sich die vereinseigene Ornika-Halle gerade mal in 500 Metern Luftlinie vom Bahnhofsgelände entfernt befindet, wurde die Außenmauer für die Anbringung der beiden Sperlingskolonienhäusern auserkoren. Die Halle war seit ihrer Erbauung 1981 jährlich Schauplatz der europaweit anerkannten Vogelschau „Ornika“, bei der die Vereinsmitglieder gut 250 verschiedene Vogelarten in naturnah gestalteten Biotopen zeigten. Aus personellen Gründen fand die Ornika im Jahr des 50sten Vereinsjubiläums zum letzten Mal statt. Doch die Mitglieder sind nach wie vor ornithologisch und mit umfangreichem Fachwissen aktiv. So erläutert Naturschutzwart Herbert Geitner, dass die Population des Sperlings aufgrund schlechter gewordenen Überlebensbedingungen durch fehlende Nistmöglichkeiten und immer weniger Insekten so stark rückläufig sei, dass er inzwischen auf der Vorwarnliste der aussterbenden Vogelarten stehe. Deshalb sei es so wichtig, für seine drei bis vier Bruten im Jahr geeigneten Wohnraum zu schaffen. Die neuen Kästen an der Ornika-Halle bieten mit ihren je drei Abteilungen optimale Bedingungen für den Kolonienbrüter Sperling, der landläufig eher als Spatz bekannt ist. Und die Eigenheit des Spatzes nicht wie andere Vögel im Wasser, sondern im Staub oder im Dreck zu baden, um sein Gefieder zu pflegen und von Parasiten zu befreien, sei der Ursprung für den Begriff „Dreckspatz“ gewesen, erläutert Vogelexperte Geitner.

Mit freundlicher Genehmigung der BNN

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