Natternkopf – Wildpflanze des Jahres 2026
Bioland und NaturGarten e.V. haben den Natternkopf zur Wildpflanze des Jahres 2026 gewählt. Die mehrjährige Pflanzenart überwintert als bodennahe Blattrosette und verfügt über eine effiziente Pfahlwurzel. Dadurch ist sie gut an magere und sommertrockene Standorte angepasst, an denen sie häufig größere Bestände bildet. Typische Wuchsorte sind vollsonnige Stellen an Straßenböschungen, Dämmen, Kiesgruben und Steinbrüchen.
Aussehen
Die bodennahen Rosettenblätter sind wechselständig angeordnet, nur kurz gestielt und werden bis zu 10 cm lang. Ihre steifen Borsten dienen als Fraßschutz. Die Tragblätter sitzen am verzweigten Blütenstand ebenfalls nur kurz gestielt.
Die Blütezeit beginnt im Mai und reicht bis in den September. Die Blüten stehen in zweireihigen, zylindrischen Wickeln um eine zentrale Achse. Zunächst sind sie für wenige Tage rosa gefärbt, anschließend nehmen sie ihre charakteristische dunkelblaue Farbe an. Der fünfzählige Blütenkelch ist 5–7 mm hoch und fein behaart. Die ebenfalls fünfzähligen Blütenkronblätter sind eiförmig-länglich, etwa 20 mm lang und an der Basis röhrenförmig miteinander verwachsen. Die fünf Staubblätter sowie der Griffel ragen etwa 10 mm über die Blütenkrone hinaus.
Ökologie
Die Blüten produzieren reichlich Nektar und werden deshalb von zahlreichen Insekten besucht, darunter verschiedene Schmetterlingsarten, Hautflügler, Hummeln und weitere Wildbienen. Für diese Arten stellt der Natternkopf eine sehr wertvolle Nahrungsquelle dar. Sie können gefördert werden, wenn die Natternkopfbestände erst nach der Blüte gemäht werden.
Der Natternkopf wächst von Mai bis in den Herbst und erreicht gegen Ende der Vegetationsperiode eine Höhe von etwa einem Meter.
Verbreitung
Ursprünglich war die Art von Europa bis nach Südwestasien verbreitet. Mit europäischen Auswanderern gelangte sie jedoch an zahlreiche Standorte in der Neuen Welt.
In Baden-Württemberg ist der Natternkopf von der Ebene bis in die Mittelgebirge weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt vom Menschen geschaffene Sekundärstandorte wie Straßenböschungen, Erddeponien, Sandgruben, Abraumhalden und Steinbrüche. Aufgrund seiner weiten Verbreitung und seiner Anpassungsfähigkeit gilt die Art derzeit nicht als gefährdet. In Bad Schönborn ist der Natternkopf vor allem an Straßenböschungen zu finden.
Da diese Pflanze durchaus einen Zierwert hat und sehr anspruchslos ist, wäre eine weitere Verbreitung in Gärten wünschenswert. In gut sortierten Staudengärtnereien kann man den heimischen Natternkopf finden. Oder man sammelt im Spätsommer Samen von Wildpflanzen und bringt diese im Garten aus.
Die Vorstandschaft
Termine
25.07.2026, 9:00 Uhr
Arbeitseinsatz
Vereinsgelände, ORNIKA-Halle
01.08.2026, 19:00 Uhr
Grillabend der Aktiven
Vereinsgelände, ORNIKA-Halle
07.08.2026, 19:00 Uhr
IDEENwerkstatt
Vereinsheim, ORNIKA-Halle
25.09.2026, 19:00 Uhr
Mitgliederversammlung
Vereinsheim, ORNIKA-Halle
Kontakt
Verein der Vogel- u. Naturfreunde
Bad Mingolsheim e.V.
1. Vorstand Bertold Stahl
Ewald-Renz-Str. 17
76669 Bad Schönborn