Schmetterling des Jahres: Stachelbeerspanner

Stachelbeerspanners (Foto: L. Hlásek/BUND NRW)

Der Stachelbeerspanner wird wegen seiner auffallenden Farbgebung seiner Flügel auch Harlekinfalter enannt. Seine Flügespannweite beträgt rund 4 cm. Vorder- und Hinterflügel besitzen eine weiße Grundfärbung, eine dottergelbe Binde auf jedem Vorderflügel wird beidseitig durch eine Reihe von schwarzen Punkten und Strichen eingerahmt. Eine weitere Binde findet man an den Flügelwurzeln. Auf den Zwischenräumen sind ebenfalls schwarze Flecken mit unterschiedlicher Ausdehnung und Form verteilt. Die Hinterflügel sind reinweiß und tragen zahlreiche Flecken auf der Fläche. Vorder- wie Hinterflügel werden im Randbereich von einer Kette an schwarzen Punkten begrenzt. Die Körperfarbe ist lichtgelb und trägt auf dem Rücken wie an den Flanken ebenfalls je eine Reihe von schwarzen Punkten. Diese auffällige Farbgebung ist eine Warnfärbung und schützt den Falter vor Fressfeinden. Die Raupe des Stachelbeerspanners lebt vorrangig auf Stachelbeersträuchern und dies war für die Art namensgebend.

 

Die Verbreitung des Falters reicht von Spanien und Frankreich über Mitteleuropa in einem breiten Band bis nach Ostasien. Im Norden wird das Verbreitungsgebiet durch Südskandinavien begrenzt. Im Süden verläuft die Verbreitungsgrenze von den nördlichen Mittelmeeranrainern über Kleinasien bis in das armenische Hochland.

 

Die Art besiedelt geeignete Standorte von der Ebene bis auf etwa 900m ü.NN. Die Flugzeit des Falters reicht von Juli bis August. Die Eiablage erfolgt einzeln oder als sogenannte Eispiegel auf den Futterpflanzen, zumeist Hasel, Traubenkirsche und Wilde Stachelbeere. Die jungen Raupen überwintern eingesponnen zwischen Blättern am Boden. Die Larve ist auffällig weißgrau gefärbt und trägt schwarze Punktreihen auf Rücken und Flanken. Wie bei Spannerraupen üblich fehlen der Art die von anderen Arten bekannten Bauchfüße. Die Raupen fressen nachts sind tagsüber am Boden verborgen. Nach Abschluss der Raupenentwicklung verpuppen sie sich im Mai in ein lockeres Gespinst am Boden. Nach etwa sechs Wochen schlüpft der Falter. Die Art wird in ganz Deutschland als gefährdet eingestuft. Ursächlich hierfür ist das genutzte Biotop, die Auwälder, welche im letzten Jahrhundert bei den großen Flussregulierungen in ganz Europe massive Bestandseinbußen hatten.

 

In Baden-Württemberg ist der Stachelbeerspanner noch verbreitet, allerdings mit sehr unterschiedlicher Verbreitungsdichte. Schwerpunkte der Verbreitung sind der Oberrheingraben bis in das Bodenseebecken und Oberschwaben. Im Neckar und Donautal ist die Art nur noch regional verbreitet, aber insgesamt rückläufig. Starke jährliche Schwankungen in der Populationsdichte erschweren die kontinuierliche Beobachtung und das Erkennen von langfristigen Trends bei der Verbreitungs-dichte in der Region. Der Stachelbeerspanner ist ein typischer Bewohner der Auwälder mit üppiger Strauchvegetation. Hier wachsen die Futterpflanzen der Raupen. Auf der Schwäbischen Alb besiedelt die Art die verbuschten Trockenrasen, hier ist die Futterpflanze die Schlehe und die wilde Stachelbeere. In Bad Schönborn kann man den Stachelbeerspanner mit etwas Glück im Übergangsbereich von den Weinbergen und Sreuobstwiesen zum Wald noch beobachten.

Raupe des Stachelbeerspanners (Foto: P. Buchner/BUND NRW)

Termine

- BEREITS AM FREITAG -

26. Oktober 2018, 20:00 Uhr

Monatsversammlung

ORNIKA-Halle, Vereinsheim

24. November 2018, 20:00 Uhr

Monatsversammlung

ORNIKA-Halle, Vereinsheim

Kontakt

Verein der Vogel- u. Naturfreunde

Bad Mingolsheim e.V.

1. Vorstand Bertold Stahl

Ewald-Renz-Str. 17

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